DIE ACKERCROWD BRINGT DAS ÖKOLOGISCHE GRUNDEINKOMMEN

CORONA PRÄGT UNSEREN ALLTAG UND VERLANGT EINEN NEUEN BLICK AUF DIE WELT. DIE WIRTSCHAFT
VERKÜNDET, BALD NEUE KLEIDER ZU TRAGEN. DOCH SIEHE DA - DER KÖNIG IST NACKT.

Das betrifft auch und vor allem die Landwirtschaft. Als systemrelevanter Sektor ist sie Treiber für globale Ungerechtigkeiten, Klimawandel, Artensterben und Verarmung ländlicher Regionen und zugleich kann sie die Lösung sein. Gegenwärtig aber gleicht sie einem Patienten am Beatmungsgerät.

DER LANDWIRTSCHAFT WIEDER GESTALTUNGSSPIELRAUM GEBEN

Um die Landwirtschaft wieder in Einklang zu bringen mit sich und der Umwelt, hat sich die Ackercrowd gegründet. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, Landwirtschaft wieder resilient zu gestalten. Sie soll ohne vermeintlich lebenserhaltende, in Wahrheit zerstörerische Maßnahmen in Form von Agrochemie, pauschalen Flächenprämien und ausbeuterischen Migrationsketten (über-)leben können. All die Unzulänglichkeiten, an denen die Landwirtschaft krankt, werden uns gerade vor Augen geführt. Wir lesen von Lieferengpässen und Exporteinschränkungen, von prekären Arbeitsverhältnissen bei gleichzeitiger Abhängigkeit von Arbeitsmigration in der industriellen Lebensmittelproduktion.

Doch statt substanzielle Verbesserungen einzuleiten, erklingt nur die alte Leier von der alternativlosen Versorgung mit Lebensmitteln durch die agroindustrielle Landwirtschaft. Die Krisensituation wird benutzt, um bereits erzielte Erfolge, beispielsweise im Umweltschutz, zurückzunehmen. Es ist an der Zeit für andere, zukunftsorientierte, erprobte Lösungen.

LEBENSMITTELERZEUGUNG IST KLIMAPOSITIV MACHBAR

Dafür rufen wir jetzt die Ackercrowd zusammen. Als praxisorientierte Gedankenwerkstatt setzten wir auf Kooperation und Teilhabe. Jede/r kann mitmachen und helfen Aufbauende Landwirtschaft so zu gestalten, dass bei der Versorgung mit Rohstoffen wichtige Ökosystemleistungen, wie Humusaufbau, Biodiversität von Fauna und Flora, Kohlenstoffbindung, aber auch Kulturlandschaften bereitgestellt werden.

Ackercrowd entwickelt einen Baukasten, um den Höfen jeweils bedarfsgerechte Lösungen anzubieten. Wir unterstützen die Landwirt:innen mit Beratung, Planung, Umsetzung und anschließender Pflege der Systeme. Um das alles zu bezahlen, hat die Ackercrowd ein sich selbsttragendes Finanzierungsmodell entwickelt. Wir arbeiten an nicht weniger, als einem ökologischen Grundeinkommen für die Höfe. Mit verschiedenen Instrumenten, wie Ökopunkte gegen Flächenversiegelung, Kohlenstoff-Kompensation, Humuszertifikaten, Gehölzpatenschaften und Waldgartenfranchise schaffen wir anpassungsfähige Finanzierungssysteme für landwirtschaftliche Betriebe, die auf ihren Flächen Ökosystemleistungen aufbauen wollen.

LÖSUNGSANSÄTZE WERDEN ERLEBBAR

Aktuell entstehen solche Systeme in drei Pilotprojekten in Brandenburg und Sachsen-Anhalt, finanziert mittels
Crowdfunding bis das eigentliche Finanzierungsmodell umgesetzt ist. Wir arbeiten dabei mit unterschiedlichen
Komplexitätsstufen, von essbaren Windschutzhecken, über artenreiche Waldgärten bis zu großflächigen Agroforstsystemen mit ganzheitlichem Weidemanagement. Gehölze stehen im Mittelpunkt und werden als „essbare“ Dauerkulturen integriert.
www.ackercrowd.de/projekte

Den Weg der Ackercrowd und der beteiligten Höfen dokumentieren wir und bereiten ihn als Inspiration für etablierte Landwirt:innen medial auf. Und vielleicht denkt ja auch der eine oder die andere Nicht-Landwirt:in über einen Branchenwechsel nach.

DAS WÄRE DANN WIRKLICH DIE KRÖNUNG

Frank Nadler  |  Initiator & Sprecher Ackercrowd  

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